
10.06.26 –
Die GRÜNEN Espelkamp konnten auf Einladung der Familie Flömer-Peitsmeyer auf dem Hof erleben wie mit Leidenschaft und viel Engagement die Arbeit mit
ihren Kühen geführt wird. Den GRÜNEN ist es wichtig nicht nur Bio-Höfe zu besuchen, sondern auch mit konventionell wirtschaftenden Betrieben im Austausch zu bleiben. Neben Ackerbau mit Getreide, Mais, Kartoffeln und Zuckerrüben haben Peitsmeyers 100 ha Dauergrünland. Als Hauptstandbein halten sie 250 Milchkühe plus ca. 180 Kälber und Jungtiere auf dem konventionell, familiengeführten Hof in Gestringen. Das Futter für die Tiere wird größtenteils selbst angebaut. So war es Miriam Peitsmeyer ein besonderes Anliegen zu verdeutlichen wie wichtig ihnen die Verantwortung für die Gesundheit und das Wohlbefinden ihrer Tiere ist. Denn nur eine gesunde Haltungsform ist nach ihrer Erfahrung die Basis für leistungsstarke Kühe, die auf dem Hof im Schnitt 5 – 6 Jahre alt werden. So haben von einem der Ställe die Kühe die Möglichkeit bei Bedarf auf die Weide zu gehen. Aus Sicht der GRÜNEN wichtig, denn der Aufenthalt im Freien stärkt ihre Widerstandskraft und trägt zur Gesundheit bei.
Kranke Tiere und Muttertiere werden getrennt in eigenen Stallbereichen mit Stroh gehalten und ganz besonders beobachtet. Jedoch wurde eine frühe Trennung von Kuh und Kalb eher kritisch gesehen. Aber es wird bei den Kälbern grundsätzlich auf eine schnelle Versorgung nach der Geburt mit besonders wertvoller Muttermilch geachtet und die Unterbringung in gut eingestreuten Kälberhütten mit möglichst intensiver Kontrolle der Kleinen.
Aber auch über den Kostendruck von Dünger und Diesel, sowie über CO 2 - Einsparung und Klimabilanz wurde gesprochen. Eine kritische Diskussion über Pflanzenschutzmitteln, sowie den Einsatz des Unkrautvernichters Glyphosat war den GRÜNEN ebenfalls wichtig. Wobei die Familie Peitzmeyer betonte, dass sie immer wieder das Ziel im Blick hat weiterhin noch mehr Pflanzenschutzmittel zu reduzieren.
In einer Diskussion wurde auch deutlich wie wichtig Transparenz, Planungssicherheit und Marktmacht für Landwirtinnen und Landwirte gegenüber Lebensmittelkonzernen und Supermarktketten ist. Der derzeitige Milchpreis über 43 Cent pro Liter hört sich erst einmal gut an, ist aber bei den hohen Kostensteigerungen eher kritisch zu sehen.
Für die GRÜNEN war es sehr anschaulich wie Miriam und Cord Peitsmeyer mit ihren vielfältigen Kenntnissen gleichberechtigt ihren Familienbetrieb führen.
Die GRÜNEN waren sich einig, für eine zukunftsfähige Landwirtschaft kann die Gesellschaft es sich schlichtweg nicht leisten Frauen und ihre umfangreichen Kenntnisse und Fähigkeiten, sowie ihre Ideen für innovativen Wandel in der Landwirtschaft weiter auszubremsen. Die Gleichstellung von Frauen in der Landwirtschaft ist ein universelles Recht und die Bundesregierung trägt hier die Verantwortung sie sicherzustellen.
Als Fazit sagte die Ortsverbandsvorsitzende Liesel Steinkamp: „Es wurde wieder deutlich wie wichtig es ist Landwirtinnen und Landwirte zu haben. Gerade durch den demographischen Wandel verlieren wir viele Betriebe.
Wirtschaftliche Daten und keine Nachfolge ist oft der Grund, dass ein Betrieb aufhört. Der Hof Peitsmeyer ist da gut aufgestellt. Nach einer interessanten Hofführung und einer angenehmen Gesprächsatmosphäre ist es uns wichtig mit der Familie Peitsmeyer weiterhin im Austausch zu bleiben.“
Kategorie